19. – 22. Juni 2026
Alle Jahre wieder ist Weihnachten und Neujahr, jedenfalls nicht der 1000 km Brevet von Randonneurs Autriche.
Der erste 1.000km Brevet wurde am 3. Juli 2009 gestartet und vorwiegend im zwei Jahresrythmus fortgesetzt.
Hier ein Rückblick zu den Einleitungstext von der alten Homepage. Ich hoffe irgendwann Zeit zu finden und in mühsamer Kleinarbeit die Berichte der alten Homepage wieder herstellen zu können.
Der Rückblick auf 2009
Erster 1000 km Haid – Glockner – Haid Superbrevet.
Länge: 1002 km
Höhenmeter: Mehr als 11000 m
Berge/Hügeln: Postalm, Großglockner, St.Margarethen/Abtei, Soboth, Alpl und ein paar kleine Schmierer
Startort: Tennishalle Haid, Salzburgerstraße
Startzeit: 3. Juli 2009, 0500 Uhr
Wetter: ca 20 Grad, bewölkt (erstmals starker Regen ab Attersee – 76 km)
19 Starter bei einem einzigartigen 1.000 km Brevet, der erstmals in Österreich veranstaltet wurde.
Es sollte für alle Teilnehmer etwas ganz Besonderes und ein für alle Ewigkeit in Erinnerung bleibendes Event werden. Möglicherweise war dieser von mir als erster 1.000 km Haid – Großglockner Superbrevet getaufte 1.000 km Brevet auch der erste und letzte Tausender, zumindest für die nächsten 3 Jahre. Es gibt leider schon ein Überangebot an derartigen Radsportveranstaltungen, sodass es schwierig ist in Unwissenheit der Teilnehmeranzahl auch entsprechend planen zu können. Der Aufwand und die Erwartungshaltung ist einfach sehr hoch ist.
Wir werden jedenfalls für die nächsten Jahren mit Sicherheit unsere Energie für die Brevetserie 200km, 300km, 400 km und 600 km aufwenden. Kann mir aber auch vorstellen einen 600er Brevet konform dem ersten Teil der Tausenderstrecke (Start und Zielort Haid über Postalm, Großglockner und andere Gemeinheiten) zu veranstalten.
Thomas Stindl, der gemeinsam mit mir für die Streckenplanung des Tausender verantwortlich war, meinte ja schon wieder, da könnten wir ja die Nockalm mit einbauen.
Ehrlich gesagt hatte ich im Vorfeld aufgrund der Schwierigkeit der Gesamtstrecke große Bedenken. Ich spielte schon mit dem Gedanken, die „Soboth“ über Slowenien zu umfahren. Ich wurde jedoch von der Steirer Randonneurs Fraktion über die Bedeutung, dieser meiner Meinung äußerst lästigen, 12 km langen Bodenerhebung, anders belehrt. Scheinbar ist für die Steirer Radfahrfreaks diese Soboth, die ich bisher nur durch die Rundfunkdurchsagen:“ Achtung Autofahrer, Schneekettenpflicht auf der Soboth!“ kenne, eine Heiligkeit.
Jetzt, nachdem 15 Teilnehmer diesen Bewerb mit Bravour bestanden haben, nehme ich mir heraus zu behaupten, es war einfach so in Ordnung. Die Rückmeldungen den Finisher waren positiv.
Weiter gehts mit der Gegenwart – das Jahr 2009 ist längst Geschichte.
Zum 10. mal organisieren wir diesen schwierigen Brevet und wieder fanden sich zahlreiche Mutige und eine Mutige sich dazu anzumelden und tatsächlich zu starten. Das Teilnehmerlimit von 50 Startern war ja bereits im März voll, wir waren sogar um einige darüber. Ab wie immer habe ich wieder zuviele Pokale angefertigt und Urkunden ausgestellt, denn das Teilnehmerfeld schrumpfte auf 42, aus unterschiedlichen Gründen. Nachdem ich ja selbst organisatorisch auf der Strecke bin muß ja alles im Vorhinein vorbereitet werden.
Die Vorweg Informationen dazu auf unserer Homepage beim 1000 km Brevet

Am Vortag des Startes, Donnerstag, den 18. Juni 2026 fanden sich ab 1700 Uhr die Teilnehmer beim Naturfreundehaus Pucking ein, wo ab 1800 Uhr das Spaghettiessen angesagt war.
Anschließend gab es einige organisatorische, mündliche Informationen meinerseits. Leider ließ unpünktliche Anreise einiger Teilnehmer keinen perfekt geplanten strukturellen Ablauf zu.
Nach 1900 Uhr konnten wir zur fotografischen Darstellung der Teilnehmer/in, vor dem 1000 km Banner schreiten.

Die meisten haben es gelesen, dass ich ersuchte, für das Teilnehmer Foto das österreichische Randonneurs Trikot anzuziehen. Es gibt aber immer wieder Ausnahmen, die eben Mail und Information für unwichtiges Wissen halten. Natürlich wer keines hat, da auch 5 Teilnehmer aus Germany und 2 aus Ungarn dabei waren, der ist von meiner Rüge nicht betroffen.
Der Hauptstart erfolgt morgen am 19.6. um 0500 Uhr. Ein paar werden etwas früher losfahren um rechtzeitig, Vorgabe ist 19.30 Uhr, am Hochtor vom Großglockner zu sein.

Vorerst ging die Fahrt in westliche Richtung, der Wind paßte, zum Attersee und den Mondsee, die im Uhrzeigersinn durch das Tunnel nach Mondsee führte.
1. Kontrollstelle in Mondsee – km 99
In Mondsee bei der SHELL-Tankstelle (Abzweigung Richtung Thalgau), wurden die Teilnehmer von Harald UCHANN erwartet. Es wurden ihre Brevetkarten abgestempelt. Außerdem stand Wasser für die Trinkflaschen zur Verfügung. Bereits jetzt nach 3 – 4 Stunden Fahrzeit wurde jedem bewußt, dass es ein heißere Tag werden würde, auch wenn die Temperaturen zwischen 0800-0900 Uhr noch sehr Fahrradtauglich waren.
Ein elendiger „Schmierer“ mußte nach Thalgau in Richtung Wiestal bergauf befahren werden. Doch dann ging es dem Wiestalstausee ziemlich flott entlang, da viel bergab, nach Hallein. Dort plante ich die Strecke ja um. Die stark befahrene Bundesstraße wurde kurzer Hand eleminiert. Der Track führte in Hallein über die Salzach Brücke teilweise dem Fluß stromaufwärts entlang Richtung Golling.
2. Kontrollstelle in Golling – km 147
Auch hier gab es eine Änderung der Kontrollstelle. Da die vorerst geplante Kontrollstelle in Bischofshofen schwer mit dem Auto erreichbar gewesen wäre (es mußten die für die Labestelle notwendigen Nahrungsmittel und Getränke entladen werden), habe wir die Kontrollstelle in das Vereinshaus von Golling verlegt.
Dazu nahm ich mit den beiden Brevetneulingen aus Golling, Christine und Reinhard HUBER Kontakt auf und sie ermöglichten uns die Benützung des Vereinshauses mit dem angrenzenden großen Parkplatz als Labestelle. Außerdem waren sie mit und Gerhard behilflich bei der Versorung der ankommenden Brevetteilnehmer.

Auch der Bürgermeister von Golling, Martin Dietrich, kam auf Kurzvisite und empfing mit uns die ersten Teilnehmer.


Gerhard Lindner, Ferdinand, Bürgermeister, Nina und Reinhard Huber


Die erste große Gruppe nach ihrer Labung und vor der Weiterfahrt

Weiter ging die Fahrt Richtung Bischofshofen, über Lend kurz wieder der Salzach entlang, nach Bruck an der Glocknerstraße, Fusch und zur Mautstelle –
bald war zu sehen.

Mit 3.798 Meter über dem Meeresspiegel – der höchste Berg Österreichs, mit der Weltbekannten Großglockner Hochalpenstraße, die unsere Teilnehmer befahren durften, aber eigentlich mußten.
Und wenn man glaubte am Fuschertörl auf 2428 Meter Höhe ob zu sein und Freudensprünge machte, der irrte, denn der Glockner war noch nicht geschafft.

es ging wieder auf 2.262 Meter hinunter zur sogenannten Fuscherlacke und neuerlich Berg hoch zum Hochtor auf 2.504 Meter.
4. Kontrollstelle Hochtor – Großglockner km 347
Nun war es geschafft – die Glocknerkönige und eine Glocknerkönigin wurden am Hochtor von Hermann Leitner und Rudi Peyreder empfangen und mit Cola und belegten Broten versorgt.

Leider setzte die Hitze allen zu und es gab bereits 3 Ausfälle zu vermelden. Auch unser schnellster Randonneur Severin Zotter meinte, dass er noch nie solange auf den Glockner bergauf brauchte.

Hat man sich bergauf geschunden, so ist es abwärts auch nicht so einfach – auch wenn der Spruch „Wer bremst verliert“ im Rennradjargon sehr oft gebräuchlich verwendet wird, kommt man nicht umhin mit beiden Händen die Bremshebeln immer wieder fest zu betätigen. Mit dem Fazit, dass einem die Handgelenke ein Signal senden – wir können nicht mehr, bitte lass uns pausieren.
Nach Heiligenkreuz kommt das Mölltal, welches vermeintlich eh flach sei. Doch man soll sich nicht täuschen, ein paar kleine Bodenerhebungen gibt es da schon. Wenn der Wind aus der richtigen Richtung bläst, wäre es ja nicht so schlimm.
Einem ist das Navi ausgefallen und er konnte dem Straßenverlauf vom Glockner bis zur Kontrollstelle in Spittal an der Drau, zur Eishalle ohne mich anzurufen wo das sei finden.
Hingegen kam einer nach Mitternacht an, der trotz Navi die Kontrollstelle nicht fand, mich anrief und ich ihn mit dem Auto zur Kontrollstelle lotste. Ja, Langstreckenfahren macht mitunter auch „deppert“ (nicht im Sinne von blöd). Den jeder hatte ein foliertes Verzeichnis mit den Adressen der Kontroll- und Schlafstellen dabei. Man kann Leute fragen oder aber auch die Adresse im Handy eingeben. Aber auch ein Dankeschön wäre danach sehr angebracht. Selbstverständlichkeit sollte man nicht immer voraussetzen.
3. Kontroll- und Schlafstelle Spittal an der Drau km 347,8
Franz Joseph Bürger war es wieder, der uns die Kontrollstelle bei der Eishalle ermöglichte und auch die Turnmatten für die Schlafstelle in den 4 Kabinen der Eishockeyhalle auslegte. Auch war im Kiosk des angrenzenden Fußballplatzes vom SV Spittal ein großer Kühlschrank mit alkoholfreien Getränken und Bier für uns vorbereitet. Ebenfalls eine Kaffeemaschine.

Foto mit Franz Joseph vom 2. Juli 2022 vor der Volksschule Spittal a.d.Drau
Das Nudelgericht mit veganer Sosse und Fleischsosse war vor dem Kiosk platziert. Benjamin half Gerhard und mir bei der Ausgabe der Getränke und des Essens.

Nachdem die für manche kurze Nachtruhe ein Ende fand, versammelten sich gegen 0500 Uhr einige der Teilnehmer zur gemeinsamen Weiterfahrt in Richtung Villach. Natürlich gab es davor beim Kiosk ein kleines Frühstück.



Gerhard und ich durften wieder das Gepäck der Teilnehmer einladen. Auch hier hatten wir wieder das Rätsel mit 2 Gepäckstücken die nicht mit Namensschilder versehen waren.
Während sich einige die Nacht um die Ohren schlugen und bereits die weiteren Kontrollstellen in Villach, Lavamünd, Oberpurklau hinter sich hatten, begann für die „Schläfer“ nach 347 km der zweite Tag ihres 1000 km Brevets.
Das größte Hindernis „der Glockner“ war bezwungen, die Soboth bei km 495 durfte umfahren werden. Nicht so wie bei den früheren 1000er Brevets, da war noch sie Postalm eingebaut und auch die Soboth Pflicht. Ich selbst durfte es in dieser Form zwei mal genießen.
8. Kontrollstelle und Schlafstelle in Kaindorf bei Hartberg km 671
Schon seit dem ersten 1.000km Brevet im Jahre 2009, war die Kontrollstelle beim Gasthaus Steirerrast, bei meinem Freund Karl Jagerhofer, denn ich anno dazumals in Gran Canaria kennenlernte, geplant. Er war immer behilflich für eine Schlafstelle entweder im Turnsaal der Volkersschule oder im 1. Stock der Disco „Buona Sera“ zu sorgen.
Dieses Mal sollten wir im großen Turnsaal die Turnmatten auflegen. Leider wußte er nichts von einem Tischtennsturnier, welches nicht vor 2100 Uhr zu Ende sein sollte. Da ohnehin weniger als die Hälfte der Teilnehmer diese Schlafmöglichkeit auswählten, war auch der kleine Turnsaal ausreichen. Doch mußte dass Turnier unterbrochen werden, da wir vom großen Turnsaal die Matten in das Erdgeschoss schleppen mußten. Nach anfänglichen Stress löste sich alles in Wohlgefallen auf.
Die Kontrollstelle war in der Gaststube vom Steirerrast, wo die ankommenden Teilnehmer entweder „a la carte“ oder bereits vorbereitete Spaghetti aßen.
Da gleichzeitig eine Hochzeit stattfand, kümmerte sich Karl persönlich um die Bewirtung der Teilnehmer.
Obwohl jeder eine folierte Übersicht der Kontrollstellen bei sich hatte und es auch in der Vorbesprechung angesprochen wurde, dass der Turnsaal 500m entfernt ist und die Kontrollstelle ausschließlich im Gasthaus etabliert ist, fuhren manche direkt „umsonst“ vorerst zur Schule.
Ja so ist es nach 2 Tagen und 671 km ist nicht mehr alles so funktionell wie vor dem Start. Da fällt mir wieder der Spruch ein, was Langstreckenfahren aus einem macht………
Nachfolgende 2 Fotos – Teilnehmer nach kurzem Aufenthalt in der Gaststube und vor ihrer Weiterfahrt.


Auch in der großen Garderrobe der Volksschule bereiteten wir ein kleines Frühstück vor. Danach starteten „die Nächtiger“ gegen 0500 Uhr Früh zum letzten Abschnitt des Tausender. Es waren noch gut 325 km zu bewältigen.
Währenddessen waren die beiden Alexander (Pillinger und Karl) bereits im Ziel. Es war vorweg vereinbart, dass sie sich im Naturfreundehaus zur Ruhe begeben. Edith führt um 0800 Uhr die Finisherehrung – Übergabe Pokal und Urkunde – mit den beiden durch.

















































































































































































